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"Extremisten haben bei uns keine Chance"

Ein Artikel über uns in Kieler Nachrichten,

Oktober 2018

Kiel

Sie nennen sich Syrische Gemeinde Schleswig-Holstein. Doch es geht nicht um Religion. Gemeinde heißt gemeinsam. Im Vorstand des gemeinnützigen Vereins sitzen deshalb Frauen und Männer, Muslime ebenso wie Christen und Jesiden, Araber neben Kurden.

„Wir wollen konstruktiv an einem guten Zusammenleben von Menschen in Schleswig-Holstein mitarbeiten,“ sagt der syrische Anwalt Rawad Zyadeh. Der Staat müsse die Rahmenbedingungen dafür schaffen. „Das Miteinander können nur die Menschen selbst schaffen - die, die schon immer hier leben und jeder einzelne, der nach Deutschland kommt“, ist der Vorsitzende überzeugt. Flexibel sein, Chancen einer demokratischen, vielfältigen Gesellschaft nutzen – das will der Verein vor allem Kindern und Jugendlichen vermitteln.

„Eine Vereinsgründung ist auch so eine Chance. Am Anfang war sehr schwer, überhaupt zu verstehen, wie das mit der Satzung geht und was man sonst für eine Vereinsgründung braucht“, erinnert sich Fadi Shalhoub, der in Syrien als Journalist und Medienwissenschaftler gearbeitet hat, „aber wir wollten das unbedingt schaffen, und zwar schnell.“ Schon 2016 wurde der Verein anerkannt.

Brücken bauen gegen Vorurteile

Inzwischen ist die Syrische Gemeinde so gut aufgestellt, dass sie auch öffentlich auftritt. „Im Moment wird ja wieder viel über Geflüchtete geredet, doch die Menschen selbst kommen kaum zu Wort. Wir stellen fest, dass Vorurteile und Unverständnis weite Teile der deutschen Gesellschaft prägen. Dem wollen wir entgegentreten, eine Plattform sein, um Brücken zu bauen“, sagt Zyadeh.

Humorvoller Kultursalat

Doch wie erreicht man das? Die Syrische Gemeinde versucht es über Informationen - etwa in Kursen über arabische Sprache und Kultur - sowie über integrativen Freizeitangebote und Sport, aber auch mit unorthodoxen Mitteln wie dem „Kultursalat“: Zusammen mit der Diakonie und dem Projekt Freiwillige Inklusiv arbeitet man an kurzen Youtube-Videos, die auf humorvolle Weise gegenseitige Vorurteile aufzeigen. Das erste Video ist inzwischen fertig. Es zeigt einen jungen Syrer beim WG-Casting.

Klare Position gegen Rassismus

Und natürlich befasst man sich im Verein auch mit den Themen Rassismus und Gewalt. „Das sind wird ganz klar“, sagt Jurist Zyadeh. „wer rassistisch, politisch oder religiös extremistisch orientiert ist oder Gewaltanwendung als legitimes politisches Mittel ansieht, darf bei uns nicht Mitglied werden.“

Stimme und Rolle von Migrantenorganisationen – Kieler Dialogkonferenz

In Zusammenarbeit mit samo.fa und der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein haben wir am Kieler Dialogkonferenz in Kiel teilgenommen: Oktober 2017

Die lokale samo.fa Dialogkonferenz zum Thema „Stimme und Rolle von Migrantenorganisationen“ fand im Rahmen der interkulturellen Wochen der Stadt Kiel in den Räumlichkeiten von „Kiel hilft Flüchtlingen e.V.“ statt. Veranstalter war der lokale Projektpartner Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein. Kooperationspartner waren das Forum für Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel, Kiel hilft Flüchtlingen e.V., die Landeshauptstadt Kiel – Amt für Soziale Dienste – Referat für Migration, das nettekieler Ehrenamtsbüro Kiel, die Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V. und die Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen (ZBBS).

Mit um die 100 Gäste stieß die Konferenz in der Kieler Bevölkerung auf großen Anklang. Darunter waren viele Aktive mit Migrationshintergrund, geflüchtete Menschen, Politiker*innen, Mitglieder des Flüchtlingsrats Schleswig-Holsteins, Mitglieder verschiedener Migrantenselbstorganisationen, Mitarbeiter*innen des Referats für Migration und Diversität, Vertreter*innen aus dem Sozialministerium in Schleswig-Holstein, Menschen aus der Stadtverwaltung, Mitarbeiter*innen der Wohlfahrtsverbände (AWO, DRK, Caritas) und verschiedener Flüchtlingsunterkünfte sowie Ratsmitglieder der Stadt Kiel.

Aktiv beteiligten sich während der Veranstaltung verschiedene Vertreter_innen von Migrantenselbstorganisationen – wie beispielsweise die syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V., LA Cultura, die Afghanische Gemeinschaft, die Al Djîlâniyy Moschee, die liberale jüdische Gemeinde und natürlich auch die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein – sowie Ehrenamtliche der ZBBS, des Sprachcafés und von samo.fa.

Bei einer Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung –mit Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU), Serpil Midyatli (Grüne), Gerwin Stöcken (Stadtrat Kiel), Dr. Cebel Küçükkaraca (Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein) und Bashar Kanou (Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V.) kamen alle Akteur*innen ins Gespräch.

Es ging um Vorteile, Handlungsoptionen und Unterstützungsmöglichkeiten von Migrantenorganisationen bei ihrem ehrenamtlichen Engagement für Geflüchtete. Der Tenor unter den Migrantenorganisationen war, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich besser in die Lage von Geflüchteten hineinversetzen können, oft über kulturelles Wissen und Sprache verfügen, wodurch eine Arbeit auf Augenhöhe eher möglich sei. Auf die Frage, was die Landesregierung unter Unterstützung von Geflüchteten versteht, wies Torsten Geerdts vor allem den Bereich Bildung – insbesondere Sprachkompetenz- und Arbeitsmarktintegration hin.

Die Syrische Gemeinde stellte sich in Neumünster vor

In Zusammenarbeit mit der Diakonie

Mai 2017

Der Verein „Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung“ stellte sich Anfang Mai in Neumünster der Öffentlichkeit vor.

Die Gruppe engagiert sich seit November vergangenes Jahres für die Interessen von Syrerinnen und Syrern in der Region. Neben der Organisation von Info- und Diskussionsveranstaltungen sucht er dazu den Kontakt in die Kommunal- und Landespolitik. In den zurückliegenden Monaten konnte der Verein rund 30 aktive Mitglieder gewinnen. Vier der Vorstandsmitglieder stellten ihre Arbeit sehr lebendig vor.

Rawad Zyadeh, der 1. Vorsitzende, erläuterte, dass sich die Mitglieder nicht in erster Linie als Hilfsbedürftige wahrnehmen, sondern ihren Beitrag zur Teilhabe in der Gesellschaft leisten wollen und auch selbst aktiv werden, um Integration und gegenseitiges Verständnis von kultureller Unterschiedlichkeit aber auch der Gemeinsamkeiten zu fördern. Sie geben z. B. Arabischsprachkurse für Kinder und Erwachsene, informieren über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten für Neuzuwanderer und beraten in Integrationsfragen. Diese Leistungen sind offen für alle Interessierte, nicht nur für Menschen syrischer Herkunft. Die Vereinsmitglieder sind auch vielfältig in Herkunft und religiöser Anschauung und fördern diese Vielfalt bewusst. So sind auch Deutsche als Mitglieder vertreten.

Die Syrische Gemeinde ist zurzeit noch hauptsächlich in Kiel aktiv, plant aber eine landesweite Arbeit. So gab es am 2. Mai bereits weitere Verabredungen mit Mitgliedern der Syrischen Community in Neumünster, um sich gegenseitig über Erfahrungen auszutauschen.

Teilnehmende im Projekt Freiwillige Inklusiv planen ebenfalls eine Zusammenarbeit und wollen sich mit gemeinsamen Videofilmen über Integrationsthemen beschäftigen.

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